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Günstige private Krankenversicherung PKV

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie man günstige private Krankenversicherungen finden kann.

Zum Einen gibt es die Leistungskriterien, die eigenen Vorgaben. Zum Anderen die entsprechende Auswahl unter den 48 privaten Krankenversicherungen mit Ihren Tausenden von Tarifen.

Die eigenen Vorgaben entscheiden schon viel: Wie soll die private Krankenversicherungen aussehen? Worauf ist man bereit, zu verzichten, um den Beitrag billig zu machen? Was muss mindestens enthalten sein im Versicherungsschutz? Am billigsten sind die sogenannten Einsteiger-Tarife, auch genannt Existenzgründer-Tarife, Grundschutz, Basisschutz. Letzteres ist nicht zu verwechseln mit dem politisch ausgelösten Basistarif, der überhaupt nicht günstig ist. Der Basistarif hat Leistungen wie die gesetzliche Kasse, kostet aber 570,- Euro, und zwar noch ohne die Pflegepflichtversicherung. Günstig wird er nur für diejenigen, die finanziell als hilfsbedürftig eingestuft werden. Dann kostet er die Hälfte, unter Umständen sogar nur ein Viertel dieses Beitrags. Für Personen, die aus irgendwelchen Gründen keine Krankenversicherung mehr haben, und zu krank sind, um in normale, sparsame Tarife aufgenommen zu werden., mag der Basistarif eine Berechtigung haben. Wer aber kein solches Problem hat, ist selbst in hohen Jahren mit Einsteigertarifen besser, sprich billiger, bedient. Einsteiger-Tarife sind keineswegs nur für neue Selbständige da, für die sie hauptsächlich entworfen wurden. Sie können auch von bereits lange Zeit Selbständigen verwendet werden, aber auch von Angestellten, Hausfrauen, Rentner, Studenten, Schülern, Kinder allgemein etc.- Die Leistungen sind dabei mehr oder weniger kassenähnlich. Das bedeutet, im Krankenhaus wird das Mehrbettzimmer geleistet, die allgemeine Klasse, wie in der gesetzlichen Kasse. Man hat meistens 100 % für Zahnbehandlung, und 50 - 60 % Leistung für Zahnersatz (und auch für Kieferorthopädie, soweit es relevant ist - also für Kinder und Jugendliche. Die normalen ärztlichen Leistungen, Medikamente etc. sind der Kasse ebenfalls ähnlich. Diese Tarife haben in aller Regel eine geringe Selbstbeteiligung, meist zwischen 200,- und 330,- Euro jährlich. Vereinzelt werden auch Tarife ohne Selbstbeteiligung angeboten. Fast immer rechnet sich die Selbstb eteiligung unter dem Strich besser. Schließlich sieht die gesetzliche Kasse ja auch viele Zuzahlungen vor. Wenn man den Beitrag Beitrag besonders stark senken will, kann man bei einigen Versicherern auch Einsteigertarife mit Selbstbeteiligungen von 500,- bis 750,- Euro wählen. Das kann sich durchaus lohnen. Man sollte ermitteln, was die umgerechnete monatliche Belastung ist, und dann kann man sehen, ob sich die höhere Selbstbeteiligung rechnet, oder nicht. Die Einsteigertarife enthalten eher selten Leistungen für Heilpraktiker, und oft sind die Leistungen für Sehhilfen gering. In sehr vielen Fällen leisten diese Tarife auch nicht bis zum Höchstsatz der privaten Gebührenordnungen (das wäre 3,5-fach), sondern nur 2,3-fach, und mitunter sogar noch weniger. Häufig, aber nicht immer, wird nach dem sogenannten Hausarztprinzip (Primärarztprinzip) geleistet. D.h., man sollte erst zum Hausarzt gehen, ehe man Fachärzte nutzt. Zum Kinderarzt, Frauenarzt, Augenarzt kann man direkt gehen. Geht man diese n Umweg nicht, wird die Erstattung der Arztrechnung, aber auch der vom Facharzt erfolgten Verordnungen, um 20 oder 25% gekürzt. Das kann man im Ausnahmefall auch mal tun, ist aber als Standard auf jeden Fall zu beachten, sonst kann es teuer werden. Auf weitere besondere Nachteile, z.B., dass nur günstige Nachahmer-Präparate (Generika) geleistet werden, oder keine Psychotherapie, nicht mehr als 10 Massagen jährlich etc. muss man zusätzlich achten. Die Versicherer können sehr kreativ sein darin, die Beiträge niedrig zu halten, also die Leistungen abzuspecken. Diese Schwächen muss man beachten. Sie senken natürlich den Beitrag. Wenn man mit den Leistungen so leben kann, spart man viel ein. Die Ersparnisse können, je nach Alter und Geschlecht, gegenüber den normalen, guten Tarifen 100,- bis 200,- Euro monatlich betragen.

Haben die besonders günstigen Einsteiger-Tarife überhaupt bessere Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung? Die gibt es schon. Im Bereich Arzt und Zahnarzt ist man echter Privatpatient. Selbst wenn das Leistungsniveau nicht das Höchste ist, kann man zu recht sagen, dass man privat versichert ist. Das kann also bedeuten, dass man deutlich rascher Termine erhält (gerade bei gefragten Ärzten), in der Sprechstunde schneller drankommt, zusätzliche Leistungen erhält, welche die gesetzliche Kasse nicht (mehr) übernimmt, als Privatpatient aber normal ist; man kann Arznei und Anwendungen verordnet bekommen, die innerhalb der Kassen nicht möglich sind; Budgets, die für Kassenpatienten gelten, finden keine Anwendung - der Arzt muss nicht mit Verschreibungen geizen, nur weil das Quartal oder das Jahr zuende geht, und er schon zuviel verschrieben hat. Man kann unter Umständen Naturheilverfahren oder sonstige alternative Behandlungen nutzen, soweit der Tarif dies nicht ausdrücklich aus nimmt. Schließlich gibt es außer Heilpraktikern, die in den Spar-Tarifen häufig nicht enthalten sind, auch entsprechend ausgerichtete Arzte. Die private Krankenversicherung ist alternativen Behandlungen gegenüber eher aufgeschlossener, als die gesetzlichen Kassen. Man kann auch zu den Ärzten gehen, die nur Privatpatienten annehmen. Wenn zumindest begrenzt Leistungen für Heilpraktiker vorgesehen ist, umso besser. Die Ärzte nehmen sich mehr Zeit, weil höhere Behandlungskosten abgerechnet werden können. Das gilt selbst bei den Tarifen, die z.B. nur den 2,3-fachen Gebührensatz leisten. Denn das kann immer noch 1,5- bis 2 Mal soviel sein, wie in der gesetzlichen Kasse, ganz zu schweigen davon, dass es dort quartalsmäßige Quoten gibt, was normalerweise pro Patient abgerechnet werden darf (und die sind richtig niedrig). Eine gewisse Leistung für Brillen gibt es immerhin, wie z.B. 50,- bis 100,- Euro, während es in der Kasse im Normalfall nichts gibt. Im Zahnbereich hat man auch Anspruch au f einen höherwertigen Zahnersatz, als die Kasse zahlen würde. Man braucht kein Amalgam zu akzeptieren, es gibt dafür keine Zuzahlung. 60 % Zahnersatz als Privatpatient ist fast immer deutlich mehr, als 60 % auf kassenüblichem Niveau. In der Kasse kann das durchaus bedeuten, dass man nur ca. 30 bis 40 % Leistung auf den Rechnungsbetrag hat. Beachten muss man jedoch, dass es verschiedene Begrenzungen geben kann, wie keine Implantate, bzw. nur ein geschränkt; evt. keine Verblendungen, oder einen sonstwie vorgegebenen Leistungskatalog. Kieferorthopädie (Zahn- und Kieferregulierung) liegt zwar auch meistens im Bereich von 50-60 %, kann aber je nach Tarif sogar bis zu 100 % gehen. Wenn der Grad der Abweichung für die gesetzliche Kasse zu gering ist, also gar nichts geleistet wird, hat man unter Umständen in der PKV normalen Leistungsanspruch. Kleine Vorteile hat man sogar im Krankenhaus: Man kann es frei wählen, und man hat meistens keine Zuzahlung in den ersten 2 Wochen, wie in der geset zlichen Kasse. So schlecht leisten die Einsteiger-Tarife also nicht, wenn man es mit der gesetzlichen Kasse vergleicht.

Wenn man nicht die besonders günstigen Einsteiger-Tarife will, gibt es dennoch einige Einsparungsmöglichkeiten. Man kann alles Andere hochwertig nehmen, nur im Krankenhaus auf die Vorteile der vermeintlich besseren Behandlungen und die bessere Unterbringung verzichten. Ersparnisse von 50,-bis 100,- Euro monatlich liegen dabei drin. Schließlich kann man im Einzelfall die bessere Unterbringung auch aus eigener Tasche zahlen, oder sie durch ein Krankenhaus-Tagegeld auffangen. Um das 2-Bett-Zimmer zu haben, braucht man ca. 40,- bis 50,- Euro pro Tag. Dies als Krankenhaus-Tagegeld abzusichern, kostet erheblich weniger, als 2-Bett und Chefarzt abzusichern. Die Chefarztbehandlung selbst zu zahlen ist aber meist zu teuer. Es gibt bereits einige Tarife, die einem bei einem Unfall dennoch 2-Bett und Chefarzt gewährleisten, und/oder dies nur bei besonders schwerwiegenden Diagnosen leisten. Der Angestellte hat dabei gewöhnlich nur die halbe Ersparnis, weil ja der Arbeitgeber den halben Beitrag zahlt. Ob sich das dann lohnt, sollte man sich genau überlegen. Man kann auch nur die Leistungen im Zahnbereich zurückfahren. Das bringt zwar nicht so viel, aber wenn man sehr gute Zähne hat, einen Zahnarzt in der Familie, oder die Zähne ohnehin günstig in anderen Ländern machen lässt, kann da auch etwas erreichen. Durch höhere Selbstbeteiligung kann man den Beitrag auch deutlich billiger machen. Tarife ohne Selbstbeteiligung rechnen sich selten. Um die 300,- Euro Selbstbeteiligung ist auch für Angestellte meistens sinnvoll. Bei Selbständigen kann man auch hohe bis sehr hohe Selbstbeteiligungen wählen (600,-bis 1.200,- Euro). Oder gar Großschadenstarife, wo es eher um 2.000,- bis 5.000,- Euro Selbstbeteiligung geht. Das senkt den Beitrag drastisch ab, obwohl manchmal die Einsteigertarife noch günstiger sein können. Das bleibt also im Einzelfall zu prüfen. Das Gesetz zur Pflicht hinsichtlich einer Krankenversicherung lässt immerhin eine Selbstbeteiligung von bis zu 5.000,- Euro jähr lich zu. Eine andere Art, den Beitrag günstiger zu machen, ist das akzeptieren des Hausarztprinzips. Diese Tarife sind günstiger, und es ist teilweise dennoch möglich, z.B. auch das 2-Bett-Zimmer mit Chefarzt abzusichern, und/oder 75 bis 80 % Zahnersatz zu haben. Hat man einen guten Hausarzt (bei Kindern der Kinderarzt), zu dem man in der Regel sowieso zuerst geht, dann kann man diesen Beitragsvorteil ruhig mitnehmen. Man sollte nach Möglichkeit darauf achten, dass man die Sicherheit hat, später in höherwertigere Tarife überzugehen. Hierzu gibt es mitunter festgelegte Optionszeitpunkte innerhalb des Tarifs, oder man kann sich dieses Recht über einen entsprechenden Ergänzungsbaustein sichern. Man könnte auch auf das Krankentagegeld verzichten, um Beitrag zu sparen. Bei Angestellten lohnt sich das nicht sehr, dazu ist das Tagegeld nach 6 Wochen zu günstig, und schließlich spart der Arbeitgeber zur Hälfte mit. Bei Selbständigen, die dank vorhandenen Mitarbeitern keinen so großen Ausfal l an Einnahmen haben, kann es schon eher eine Überlegung sein. Wer keine großen Rücklagen hat, und dessen Einkommen bei Krankheit oder Unfall sofort entfällt, sollte am Tagegeld nicht sparen. Man kann ja den Leistungsbeginn Leistungsbeginn sinnvoll optimieren (nicht schon Leistungen nach 1 oder 2 Wochen, sondern frühestens nach 3 Wochen), und den Tagessatz sparsam bemessen - jedoch so, dass man zur Not schon damit existieren kann.

Die billigsten Tarife sind in aller Regel solche, die erst seit wenigen Jahren (oder Monaten) am Markt sind. Das kann für einige Zeit ganz attraktiv sein. Jedoch kann es bedeuten, dass der Beitrag in der Folge stark ansteigt. Der Grund ist, dass die Mehrzahl der Versicherer einfach in gewissen Abständen neue Tarife bringt, wenn die alten Tarife zu teuer geworden sind. Wählt man einen solchen Versicherer, obwohl man eine langfristig sinnvolle Lösung wollte, darf man sich nicht wundern. Soll die gewählte Lösung ohnehin nur für einige überschaubare Zeit sein, kann auch so ein Billig-Tarif sinnvoll sein. Z.B. für Hausfrauen, die später (wieder) berufstätig werden; Studenten; Beamte auf Zeit, Kinder, Selbständige, die es evt. nicht bleiben (wollen); neu Selbständige, die aus Kostengründen erstmal die billigste Lösung brauchen, und erst später zu einem solideren Versicherer gehen (nicht zu spät). Aber für gut etablierte Selbständige und für Angestellte empfiehlt es sich, eher Versicherer auszusuchen, die auf Dauer vergleichsweise günstige Beiträge halten können. Die momentanen Billigtarife könnten auch zu einer teuren Falle werden.

Um den Beitrag günstig zu halten, könnte man in jungen, gesunden Jahren die Leistungen absichtlich niedrig halten. Sofern man später noch gesund ist, könnte man auch erst später in die besseren Tarife (möglichst beim selben Versicherer) umstellen. Wenn es jedoch keine garantierte Option gibt, ist das ein Unsicherheitsfaktor. Und die meisten Umstiegsoptionen sind eher nur ein paar Jahre später. Manchmal auch 12 Jahre später. Daher hilft das nur begrenzt. Außerhalb dieser Optionen gibt es für die Besserstellung auch eine neue Gesundheitsprüfung. Ob man sich darauf einlassen will, muss jeder für sich bedenken. Manchmal ist billig auch zu teuer.

Um den Beitrag innerhalb der Familie zu drücken, kann man auch erwägen, Teile der Familie anders abzusichern. Kindern z.B. Hausarzttarife zu geben, die Selbstbeteiligung vom Vater hoch zu machen, bei den Kindern aber niedrig; den Erwachsenen 2-Bett mit Chefarzt zu geben, den Kindern aber nicht; der vorübergehend nicht berufstätigen Ehefrau einen sparsamen Tarif zu geben, die Anderen aber hochwertig zu versichern. Es kann dabei auch helfen, nicht unbedingt alle Familienmitglieder beim selben Versicherer unterzubringen, sondern zu differenzieren. Wo man für den Vater einen soliden Versicherer auf Dauer will, braucht man das nicht unbedingt bei den Kindern.




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